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Edelstein mit mystischer Kraft

Jade gilt als einer der bemerkenswertesten Edelsteine, sowohl wegen der kulturhistorischen Bedeutung  als auch wegen seiner von jeher nachgesagten Heilwirkung und tiefen Symbolhaftigkeit. Jade ist nicht nur ein Edelstein sondern ein jahrtausendealter Mythos mit symbolischer Kraft. Seit Menschengedenken übt Jade eine ganz besondere Anziehungskraft auf die Menschen aus.

Jade ist bereits seit der Steinzeit bekannt.

Im alten China wurde Jade auch als „Himmelsstein“ bezeichnet. Aus dem extrem harten Mineral wurden die kostbarsten Schmuckstücke der Chinesischen Kaiser angefertigt.

Schon 3.000 v. Chr. galt die Jade in China als yu, als „königlicher Edelstein“. In der chinesischen Geschichte kommt dem Stein eine besondere Bedeutung zu. Man verwendete Jade für Waffen wie auch für feinste Objekte und Kultfiguren. Auch Grabbeigaben für Mitglieder des Kaiserhauses wurden aus Jade angefertigt. Damals wie heute gilt Jade vielen als Sinnbild für das Schöne und Kostbare.

Gesundheit, Erfolg und ein langes Leben

In China und Südamerika glaubt man, dass man durch Jade Gesundheit, Erfolg und ein langes Leben im Einklang mit der Natur gewinnt. Auch wegen dieser nachgesagten Bedeutung war Jade im alten China war teurer als Gold.  Ein Leben ohne ein Jade-Schmuckstück ist in weiten Teilen der chinesischen Bevölkerung heute noch undenkbar. Jade soll das Lebensgefühl der Ausgeglichenheit vermitteln, sowie Harmonie, Schönheit und Glück in das Bewusstsein des Trägers bringen.

Stein der Liebe

Auch die Azteken und die Mayas Mittelamerikas schätzten Jade bereits in präkolumbianischer Zeit höher als Gold. Sie verehrten den Stein als Stein der Liebe, welcher Freundschaft in innige Liebe umzuwandeln vermag.  Auch im alten Ägypten wurde Jade als der Stein der Liebe, als Schutzstein des inneren Friedens, der Harmonie und der Ausgeglichenheit eingesetzt und verehrt. Die Maoris schnitzten nach alter Tradition Kultgeräten und Waffen aus neuseeländischer Jade. Noch heute wird Jade als Traumstein verehrt und eingesetzt, da ihr nachgesagt wird ihrem Träger die Fähigkeit des Traumdeutens zu vermitteln.

Im arabischen Raum wird Jade ebenfalls als Schutzstein geehrt. In Form des dort verbreiteten Glücks-Symbols, dem Skarabäus geschliffen, soll sie alles Böse vom Körper fernhalten.



Entstehung des Namens „Jade“

Die Bezeichnung „Jade“ ist abgeleitet von piedra de ijada = Lendenstein. Diesen Namen gaben die spanischen Eroberer Mittel- und Südamerikas dem Steil, weil sie erfuhren dass der Stein traditionell bei den Indianern Südamerikas als Heilstein bei Lenden- Nierenleiden eingesetzt wurde.

Der Stein wurde auch „lapis nephriticus“  (lat. für: Nierenstein) genannt, wegen seiner nachgesagten nierenstärkenden Wirkung. Aus dem lateinischen Namen entwickelte sich später die Bezeichnung „Nephrit“.

Jade oder die in China übliche Bezeichnung yu ist eigentlich ein Oberbegriff für zwei unterschiedliche Edelsteine: Nephrit und Jadeit.

Sowohl Jadeit wie auch Nephrit gelten in China als „echte Jade“ (zhen yu). Erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts unterscheiden Fachleute die beiden Mineralien, die sich in Aussehen, Härte und Bearbeitungseigenschaften recht ähnlich sind. Jade gilt heute als die Edelstein-Variante des Minerals Jadeit. Wenn im professionellen Edelsteinhandel von Jade gesprochen wird, ist meist der echte Jadeit gemeint.

Die Farben der Jade

Die Farbe des Jadeits zeigt grün in allen Tönen, Nuancen und Intensitäten, manchmal schwarz, seltener farblos, weiß, gelb, rosa bis violetter, orange oder braun. Sehr beliebt ist der Lavander (Mauve) farbige Jadeit. Es gibt ihn auch mit kleinen schwarzen Flecken.

Als beste Grünfarbe der Jade gilt Smaragdgrün.

Der Stein ist häufig von Äderchen, Flecken und Streifen durchzogen, was nicht unbedingt als ein Makel angesehen wird. Manche dieser speziellen Muster gelten sogar als besonders wertvoll.

Bekanntlich ist die wertvollste Jade- Farbe die berühmte Imperial Jade (auch „Kaiserjade“ genannt: durch das Spurenelement Chrom verursachtes, richtiges Smaragdgrün, eine gleichmäßige Oberfläche und transluzent).  Preislich gibt es für „imperialen“ Schmuck nach oben keine Grenze.

Feinste Jade erkennt man in der Regel an der gleichmäßigen Färbung.

So unterscheidet man allein bei grüner Jade sieben verschiedene Hauptqualitäten vom intensiven, ebenmäßigen Grün der Imperial-Jade über Apfelgrün, Spinatgrün bis hin zu helleren und stärker gefleckten Grüntönen.

In den Vereinigten Staaten erfreuen sich Smaragdgrün, Spinatgrün und Apfelgrün besonderer Beliebtheit. Im Fernost schätzt man auch reines Weiß oder ein feines Gelb mit leicht rosafarbenem Unterton.

 

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